Employee Wellbeing - Die Kunst seelischer Gesundheit

Employee Wellbeing ist das Fundament eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Doch was ist Employee Wellbeing eigentlich genau? Wem bringt das was und wie kann man es steigern? Hier lesen!




Mental Health – So könnt ihr eure Mitarbeiter:innen wirklich unterstützen!

Manchmal braucht man einfach Hilfe“. Diesen Satz schreibt Waldemar Zeiler in seinem Artikel „Warum wir unseren Mitarbeitern einen Therapeuten bezahlen“. Sein Thema? Employee Wellbeing – die seelische und psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter:innen.

Denn Arbeitergeber:innen sind keinesfalls ausgenommen von der Verantwortung für ihre Mitarbeiter:innen zu sorgen. Denn psychische Erkrankungen im und durch den Job nehmen laut dieser Grafik von Statista aus dem Jahr 2019 immer weiter zu.

Insbesondere bei der jüngeren Generation ist dieses alles andere als positive Phänomen zu beobachten – 2018 betrug der Anteil durch psychische Krankheit berufsunfähiger 30-jähriger Arbeiternehmer:innen ganze 47 %. Fast die Hälfte.

Dass dieser Zustand auf Dauer nicht haltbar ist, muss nicht erklärt werden. Deswegen lest ihr in diesem Artikel: Was ist Employee Wellbeing? Wie profitiert ihr und eure Mitarbeiter:innen davon? Und was könnt ihr tun, um das Employee Wellbeing in eurem Unternehmen zu stärken?

Was ist Employee Wellbeing?

Employee Wellbeing #2

Definition von Employee Wellbeing:

Employee Wellbeing, auf Deutsch „Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen“, beschreibt die psychische Gesundheit im speziell beruflichen Kontext. Sprich, die psychische Gesundheit eurer Mitarbeiter:innen – und eure Verantwortung innerhalb dieses Gebiets. Dabei spielen rein psychische, ökonomische und emotionale Faktoren eine Rolle.

Wenn ihr euch mit der seelischen Gesundheit eurer Mitarbeiter:innen beschäftigt, müssen all diese Faktoren im Gesamtzusammenhang betrachtet und interpretiert werden. Das ist unter anderem für die Messung – die ihr im Folgenden kennenlernen werdet – von größter Bedeutung ist. Es ist außerdem ratsam, sich für die Erstellung eurer Mechanismen innerhalb des Employee Wellbeings Hilfe zu holen. Arbeitspsycholog:innen, Coaches, etc. – es gibt mittlerweile einige Anlaufstellen, um sich auf die Optimierung der seelischen Gesundheit eurer Mitarbeiter:innen vorzubereiten.

Wenn es auch im Jahr 2022 in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen noch ein Tabu-Thema ist: Psychische Gesundheit rückt immer weiter in die Mitte der Gesellschaft und kann immer offener besprochen werden – zum Glück! „Mental Health“, wie es im Englischen heißt, ist der Grundstein gesellschaftlichen – und damit auch beruflichen – Miteinanders. Psychische Gesundheit beeinflusst euch in jedem Moment eines Tages und prägt jede Entscheidung, die ihr trefft; sowohl als Geschäftsführer:in, als auch als Arbeitnehmer:in.

Die Vorteile für euch und eure Mitarbeiter:innen von Maßnahmen des Employee Wellbeings

Employee Wellbeing #1-1

Employee Wellbeing ist die Grundlage gesellschaftlichen Miteinanders – folglich auch unverzichtbar im Arbeitsalltag. Immerhin wünscht ihr euch für euer Unternehmen einen Raum voller Vertrauen, Freude und Leistungsfähigkeit – keinen Raum voller Angst, Druck und „Me, myself and I“-Mentalität. Genau deswegen ist Employee Wellbeing so wichtig.

Eure Mitarbeiter:innen profitieren insofern, als sie sich in einem Umfeld wiederfinden, welches sie unterstützt und in dem sie gerne Höchstleistung bringen möchten. Weniger Gedanken an private Probleme, weniger gegenseitig oktroyierter Druck und ein echtes Zugehörigkeitsgefühl zu eurem Unternehmen. Der Vorteil für eure Mitarbeiter:innen sollte also kaum zu übersehen sein.

Der Vorteil für euer Unternehmen? Mitarbeiter:innen, deren Wohlbefinden stets im grünen Bereich ist, treffen nachweislich bessere Entscheidungen, sind schneller sowie genauer bei der Erledigung von Aufgaben und kommen vor allem lieber zur Arbeit. Und der größte Vorteil? Mitarbeiter:innen mit guter seelischer Gesundheit werden schlicht weniger krank – und das bedeutet weniger Ausfälle für euch!

Employee Wellbeing – best practices

So sorgt ihr wirklich für das Wohlbefinden eurer Mitarbeiter:innen!

1. Regelmäßige Messungen des Employee Wellbeings – auch im Homeoffice!

„Messung“ – kein Wort, das man mal eben mit Menschen in Verbindung bringt. Und doch sind Messungen hier absolut notwendig. Wie? Zum Beispiel mit Umfragen unter euren Mitarbeiter:innen, regelmäßigen Feedbackgesprächen, dem Hinterfragen der Ziele für eure Mitarbeiter:innen (Sind diese zu erreichen? etc.) und behaltet die Krankheitstage, Fluktuationsrate und Überstunden eurer Mitarbeiter:innen im Blick. All das sind Indikatoren, die euch eine Orientierung bieten, welche Maßnahmen und wie viele davon nötig, respektive angemessen sind.

Eure Mitarbeiter:innen sind euer wichtigster Erfolgsfaktor – behandelt sie entsprechend!

2. Kursangebote aufziehen.

Yoga, geführte Meditationen, Schlaf-Coachings, Fitnesstrainer:innen und Ernährungsberater:innen – all das sind Möglichkeiten, das Employee Wellbeing eurer Employees zu optimieren. Auch, wenn sich Yoga-Stunden während der Arbeitszeit erst einmal ungewohnt anhören, können sie für interessierte Mitarbeiter:innen echte Gamechanger sein – wobei beim Yoga und Fitnesstraining (durch eine:n Trainer:in oder eine bezahlte Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio) auch noch die körperliche Gesundheit eurer Mitarbeiter:innen gestärkt wird. Zwei Herausforderungen, eine Lösung.

3. Die Führungskräfte nicht vergessen!

Führungskräfte werden häufig für das Employee Wellbeing in die Pflicht genommen. Zurecht. Wer, wenn nicht sie können das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen verbessern. Dabei sollte allerdings niemals das Wellbeing dieser Teamleads leiden. Auch oder besonders diese Gruppe steht meist unter enormem Druck und sollte bei Maßnahmen für das seelische Wohlbefinden unter allen Umständen in die Pflicht genommen werden – für sich selbst.

Denn nur Führungskräfte, die selbst für ihr eigenes Wohlbefinden sorgen, können die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen voll verstehen.

4. Eine vertrauensvolle Umgebung schaffen.

Es gehört bei jedem Prozess im HR-Bereich dazu und ist dennoch jedes Mal erwähnenswert: Vertrauen. Eine vertrauensvolle Atmosphäre, insbesondere zwischen Team und Teamlead, ist das Fundament eines produktiven Aufbaus Employee Wellbeings. Fehlt das Vertrauen aufseiten der Mitarbeiter:innen, laufen Umfragen, Glück-Ratings und Feedbackgespräche schlicht ins Leere; und verhindern so den Fortschritt im Employee Wellbeing. Eine Niederlage für alle Beteiligten.

Deswegen: Schafft eine vertrauensvolle Umgebung, begegnet euren Mitarbeiter:innen auf Augenhöhe und schafft so ein Umfeld, in dem Bedenken wie Sorgen geäußert, das Wohlbefinden wirklich gesteigert werden kann.

5. Advanced: Therapeut:innen bezahlen.

Waldemar Zeiler hat es vorgemacht, viele Firmen ziehen bereits nach. Aber natürlich ist das auch eine Kostenfrage und kann nicht am Anfang des Employee Wellbeings stehen. Befragt dennoch (anonymisiert!) eure Mitarbeiter:innen, ob sie eine Therapie wahrnehmen würden und entscheidet dann, ob dieser Schritt in eurem Unternehmen sinnvoll wäre.


Employee Wellbeing #3

Fazit

Employee Wellbeing beschreibt das Wohlbefinden eurer Mitarbeiter:innen – also im Umkehrschluss auch das Energielevel, das Mitarbeiter:innen fähig sind, für euer Unternehmen zu leisten. Wenn Employee Wellbeing menschlich also nicht schon genug Anlass zur Umsetzung oben genannter Maßnahmen bietet, tut es mit Sicherheit das Argument ökonomischer Effizienz. Denn wie schon im Blog-Artikel der 4-Tage-Woche erwähnt, sind eure Mitarbeiter:innen das Kapital eures Erfolgs. Und in dieses will investiert werden.

Außerdem ist es auch in eurem Interesse, dass in euren Teams seelisch gesunde, glückliche Mitarbeiter:innen die wichtigen Entscheidungen treffen.

Employee Wellbeing ist der Hebel des Erfolgs in der Zukunft – nutzt ihn!


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