Feedbackgespräch. Im falschen Unternehmen beschleicht auch heute noch den ein oder anderen Arbeitnehmenden das dumpfe Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Dabei soll ein Feedbackgespräch keinesfalls dazu dienen, dem Gegenüber ungefiltert mal die Meinung zu geigen, sondern bietet viele Chancen für beide Seiten.
Sowohl Arbeitgeber als auch -nehmer:innen profitieren von konstruktivem Feedback und ebnen damit den Weg für die gelungene Zusammenarbeit. Aber: Feedback geben muss gekonnt sein!
Deshalb beantworten wir euch die Frage, wie man ein erfolgreiches Feedbackgespräch führt, und geben euch 5 Tipps an die Hand, damit es zukünftig einen Mehrwert für beide Seiten bietet.
Was ist ein Feedbackgespräch?
„Feedback“ kommt bekanntermaßen aus der dem Englischen und bedeutet Rückmeldung, Rückkopplung, Reaktion. Das Feedback ist die Rückkopplung der Aktionen der jeweiligen Seite.
Klingt kompliziert? Ist es nicht.
Ein Feedback-Gespräch ist letztlich einfach eine gegenseitige, bestenfalls sehr ehrliche Unterhaltung zwischen Arbeitnehmer:in und Arbeitgeber:in.
Auch ihr seid Menschen und möchtet als Arbeitgeber:innen wissen, was ihr besser machen könnt, was ihr überseht, um euren Mitarbeiter:innen einen angenehmen und lebenswerten Arbeitsplatz zu bieten. Und von euren Arbeitnehmer:innen erwartet ihr folgerichtig auch, dass sie ihre Arbeit korrekt verrichten, dem Unternehmen dienlich sind und sich auch die Rückmeldung der Person anhören, für dessen Unternehmen sie arbeiten.
Ein Feedbackgespräch ist ein vertrauliches Gespräch, bei dem beide Seiten einfach mal alles sagen, was bisher ungesagt blieb, um die Zusammenarbeit bestmöglich zu optimieren.
Um einen geschützten Raum zu bieten, in dem sich auch zurückhaltendere Mitarbeiter:innen trauen, offen zu sprechen. Die Meinung aller Mitarbeitenden ist gleichermaßen wichtig und sollte daher regelmäßig Gehör finden.
Feedbackgespräche sollen Transparenz schaffen über Ziele und Erwartungen, um nachhaltig die Produktivität und die Arbeitsergebnisse zu verbessern. Gleichzeitig sollten Arbeitgeber:innen die Wünsche ihrer Mitarbeiter:innen ernst nehmen, um die Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung ans Unternehmen zu stärken.
Der Zeitpunkt für ein Feedbackgespräch kann entscheiden für dessen Ausgang sein. In der Probezeit führt man häufiger Feedbackgespräche, um sicherzugehen, dass die neue Person gut zurechtkommt und sich wohlfühlt; das gehört zu einem guten Onboarding dazu.
In der Regel werden jährliche oder halbjährliche Gespräche angesetzt. Manche Unternehmen setzen auch auf häufigere, dafür kürzere Feedbackgespräche, z. B. einmal im Quartal, um mögliche Probleme schneller erkennen und rechtzeitig eingreifen zu können.
Prinzipiell sollte aber gelten: immer dann, wenn ein:e Mitarbeiter:in mit dem Wunsch nach einem Gespräch auf euch zukommt.
Wer nicht vorbereitet ist, kann auch kein sinnvolles Feedbackgespräch führen. Ohne eine Struktur neigt man dazu, von einem Negativ-Beispiel ins nächste zu kommen und am Ende hat nur jede:r einmal den eigenen Ballast abgeworfen.
Mit einem Leitfaden gebt ihr wichtige Anhaltspunkte vor, mit denen die wichtigsten Themen für beide Seiten abgedeckt sind. Weist unbedingt darauf hin, dass ein Feedbackgespräch seinen Zweck verfehlen wird, wenn sich nicht beide Seiten vorbereiten.
Subjektive Empfindungen bilden keine gute Grundlage für ein erfolgreiches Feedbackgespräch. Wahrscheinlich hat euer Gegenüber eine ganz andere Wahrnehmung. Konkrete Situationsbeispiele unterstützen eure Aussagen und euer Feedback wird eher ernst genommen. Auch die Auswirkungen zu bschreiben ist wichtig.
Gerade negatives Feedback kann schnell persönlich aufgenommen werden und die Person sich angegriffen fühlen. Dann geht sie vielleicht schnell in den Verteidigungsmodus oder schaltet auf Durchzug. Ihr könnt negatives Feedback abmildern, wenn ihr direkt Verbesserungen vorschlagt.
Eine Selbstverständlichkeit für ein respektvolles Gespräch. Damit bleibt nichts ungesagt.
Feedbackgespräche sind extrem wichtig für Weiterentwicklung, Atmosphäre und Leistungsbereitschaft innerhalb eines Unternehmens. Sie müssen aber gut geführt sein und bereiten vielen Führungskräften echte Probleme. Dekonstruktive und durchweg negative Kritik am anderen ist kein Feedbackgespräch führen!
Deshalb beachtet unsere kleinen Tipps, erstellt euch einen Leitfaden und euer Feedbackgespräch wird garantiert ein echter Erfolg.
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