3 von 10 Beschäftigten haben bereits selbst einmal Quiet Cracking erlebt. Besonders stark betroffen ist die Gen Z.
In dieser stillen Form der Überlastung wirken Betroffene nach außen hin weiterhin enagiert, während sie innerlich zerbrechen. Die Angst vor beruflichen Nachteilen oder dem Verlust des eigenen Selbstbildes ist häufig zu groß, um sich Hilfe zu suchen. Nach außen hin möchte man weiterhin kompetent und belastbar wirken und keine Schwäche zeigen.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass HR regelmäßig die Überlastung der Mitarbeiter:innen überprüft und vorbeugende Maßnahmen einführt.
Quiet Cracking bedeutet auf Deutsch so viel wie “innerliches Zerbrechen” und beschreibt eine innere Überlastung. Viele Beschäftigte in Deutschland kennen den Zustand dauerhafter Anspannung und keiner Möglichkeit mehr zur Erholung.
Quiet Cracking ist kein Burnout, aber es ist ebenso gefährlich. Es kann sich nämlich als Vorstufe zum Burnout dahin entwickeln.
Es ist zudem äußerst schwer zu erkennen, da betroffene Mitarbeiter:innen sich ihre Überlastung nicht anmerken lassen wollen, während der innere Druck immer größer wird.
Beide Begriffe klingeln sehr ähnlich und sind sich auch von ihrer Bedeutung sehr ähnlich.
Der Unterschied zwischen Quiet Cracking und Quiet Quittung liegt darin, wie es sich nach außen hin äußert. Während beim Quiet Cracking weiterhin die volle Arbeitsleistung gegeben ist, entscheiden sich Mitarbeiter:innen beim Quiet Quitting häufiger bewusst dazu, ihre Leistung zu reduzieren.
Damit ist Quiet Cracking eine “subtilere” Form der innen Kündigung. Sie ist den Betroffenen auch selbst häufig weniger bewusst. Sie bemerken zwar die Unzufriedenheit, der Prozess bis zur letztendlichen Kündigung ist jedoch häufig länger.
Quiet Cracking ist gefährlich, weil es selten erkannt wird. Solange Mitarbeiter:innen produktiv arbeiten und gute Leistungen bringen besteht für viele Führungskräfte kein Handlungsbedarf.
Wird Quiet Cracking nicht erkannt, kann es Spannungen verursachen - zwischen betroffener Person und Führungskraft, aber sich auch im gesamten Team übertragen. Durch angestaute negative Energie verschlechtert sich die Kommunikation allgemein und Missverständnisse nehmen zu.
Es ist also wichtig, dass Führungskräfte richtig sensibilisiert werden. Wertschätzung, verlässliches Handeln und Vorleben der Unternehmenswerte sind entscheidend. Eine Führungskraft, die Aufgaben fair deligiert, ihr Wort hält und auf einen angemessenen Ausgleich achtet, bewahrt Mitarbeiter:innen vor Quiet Cracking.
Quiet Cracking ist weit verbreitet und viele Beschäftigte sind betroffen. Dabei bleibt es jedoch häufig unerkannt und kann ohne entsprechende Maßnahmen zu negativen Spannungen führen. Es liegt an HR, vorbeugende Maßnahmen einzuführen und deren Einhaltung zu überprüfen. Insbesondere Führungskräfte sollten entsprechend geschult werden, um Quiet Cracking Symptome rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Ihr wollt euren Mitarbeiter:innen etwas Gutes tun, wisst aber nicht, wo ihr anfangen sollt? Mit Benefits.me erhaltet ihr die besten Benefits für eure Mitarbeiter:innen!