„Ein Hund im Büro?!“ – Alle, die den Fernsehklassiker Stromberg kennen, haben beim Gedanken an Hunde am Arbeitsplatz vermutlich direkt das Bild eines wutentbrannten Chefs im Kopf, der lautstark die Räumung des Büros fordert. Schließlich sind Hunde laut, machen Dreck und lenken nur ab … oder etwa doch nicht?
Die Realität sieht heute zum Glück ganz anders aus! In immer mehr Firmen gehört das leise Tapsen von Pfoten und das fröhliche Schwanzwedeln am Morgen längst zum Arbeitsalltag dazu. Aber ist der Bürohund nur eine nette Spielerei oder steckt da ein echter Win-Win-Effekt für alle dahinter?
Wer heute durch moderne Büros schlendert, begegnet gar nicht so selten einer flauschigen Schnauze, die neugierig unter dem Schreibtisch hervorguckt. Dass Vierbeiner die Arbeitswelt erobern, ist längst kein kurzlebiger Trend mehr, sondern in vielen Köpfen fest verankert. Fast jede zweite Bürokraft in Deutschland gibt an, dass Hunde am Arbeitsplatz erlaubt sind – und knapp die Hälfte hat sogar vierbeinige Kolleg:innen an der Seite.
Und ganz ehrlich: Das wundert uns überhaupt nicht! Schließlich bringen Bürohunde eine Menge Vorteile mit, die den Arbeitsalltag für Mensch und Tier einfach schöner machen.
Warum wir Bürohunde einfach lieben? Weil sie wahre Wunder für die Stimmung und das Miteinander bewirken!
Bevor ihr Bürohunde in eurem Unternehmen erlaubt, solltet ihr grundlegende Regeln festlegen.
Nicht jeder im Team ist automatisch Hundefan – manche haben eine Tierhaarallergie, andere schlicht Respekt oder Angst vor Hunden. Damit der Bürohund nicht zur Belastung für einzelne Kolleg:innen wird, lohnt sich vorab eine offene Umfrage im Team sowie die Einrichtung hundefreier Zonen oder Zeiten. So bleibt der Bürohund ein Benefit für alle statt eine Zumutung für einige.
Wann der Hund im Büro sein, wo er fressen, wo er liegen darf, wer sich um ihn kümmert, wer das Futter bezahlt und vieles mehr sind Fragen, die ihr euch in eurem Unternehmen dann stellen müsst.
Ansonsten führt der Hund im Büro nämlich nicht zu einer allgemeinen Reduktion des Stresslevels, sondern zu anstrengenden Diskussionen und etwaigen ernsten Problemen!
Ein Klassiker im Büroalltag: Der Bürohund knabbert am Kabel, kippt die Kaffeetasse um oder erschreckt eine Kundin. Grundsätzlich haftet dafür der oder die Hundehalter:in – nicht das Unternehmen. Deshalb gehört eine gültige Hundehaftpflichtversicherung zu den Grundvoraussetzungen, bevor der Vierbeiner überhaupt mit ins Büro darf. Viele Unternehmen machen den Nachweis einer solchen Versicherung mittlerweile zur festen Bedingung in ihren Bürohund-Richtlinien.
Bei all diesen menschlichen Bedürfnissen sollte aber auch niemals das Tierwohl zu kurz kommen.
Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:
Sind dann die menschlichen und tierischen Bedingungen erfüllt, steht dem Hund im Büro – trotz Strombergs Entsetzen – kein Hindernis mehr im Weg.
Doch was passiert, wenn sich der flauschige Vierbeiner als kleine Nervensäge herausstellt? Natürlich gilt: in erster Linie seid ihr ein Büro und da darf der Hund nicht zum Störfaktor werden. Die festgelegten Regeln müssen eingehalten werden.
Falls eine Mitarbeiter:innen sich gestört fühlen, können eigene Zonen für Bürohunde helfen. Oder ihr führt einzelne Tage ein, an denen Hunde mit ins Büro dürfen.
Besonders fortschrittlich und ein echter Benefit wäre es natürlich, wenn Unternehmen sogar Hundetraining anbieten oder ihr eure Mitarbeiter:innen zumindest finanziell dabei unterstützt.
Kurze Antwort: Ja, absolut. Euer Chef bzw. eure Chefin darf laut § 106 der Gewerbeordnung im Rahmen des sogenannten Weisungsrechts grundsätzlich frei entscheiden, ob Hunde im Büro erlaubt sind – es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Bürohund. Wichtig dabei: Die Entscheidung muss für alle Mitarbeitenden gleich und ohne Willkür gelten, das Gleichbehandlungsprinzip greift also auch hier.
Wer die Fellnase einfach ohne ausdrückliche Erlaubnis „schwarz“ mit ins Büro schmuggelt, riskiert echten Ärger – das kann bis hin zu einer Abmahnung führen.
Aber mal ehrlich: In Zeiten von New Work und Fachkräftemangel ist ein hundefreundliches Büro ein riesiger Pluspunkt! Unternehmen, die ihren Teams diese Flexibilität bieten, punkten enorm bei der Mitarbeiterzufriedenheit und wirken auf Bewerber:innen direkt um ein Vielfaches sympathischer.
Machen wir uns nichts vor: Ein Hund schreibt keine Angebote und erledigt auch nicht eure Buchhaltung. Welchen Wert hat er also in einer Stellenanzeige?
Tatsächlich einen extrem großen! Schon vor ein paar Jahren zeigte eine Joblift-Analyse, dass Hunderte Unternehmen Bürohunde gezielt in Inseraten erwähnen – und fast ein Drittel der Firmen Bewerber:innen sogar aktiv dazu ermutigt, den eigenen Vierbeiner mitzubringen.
Und das aus gutem Grund:
Unser Fazit: Ja, unbedingt ab in die Stellenanzeige damit!
(Bei uns sind die Fellnasen übrigens so wenig wegzudenken, dass sie nicht nur in den Inseraten auftauchen, sondern sogar ihren eigenen Ehrenplatz auf unserer Team-Seite bekommen haben!)
Ein Hund im Büro ist ein toller Benefit für alle, die Hunde lieben. Damit macht ihr euch auf dem Arbeitsmarkt wirklich attraktiv. Für andere kann er im schlimmsten Fall sogar zum gesundheitlichen Problem werden – deswegen ist offene Kommunikation zu dem Thema wirklich wichtig, um die bestmögliche Lösung für alle zu finden.
Solange es nicht zu viele Hunde werden, das Tierwohl gesichert ist und kein Störfaktor für eure Arbeit entsteht, sagen wir ganz klar: Lasst ein wenig tierische Freude in eure Büros – sie versüßen die Arbeitsatmosphäre ungemein!
Ihr wollt euren Mitarbeiter:innen etwas Gutes tun, wisst aber nicht, wo ihr anfangen sollt? Mit Benefits.me erhaltet ihr die besten Benefits für eure Mitarbeiter:innen!