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Gehalt offenlegen – sinnvoll?

Geschrieben von Benefits.me | 09. Mai 2022

Das Gehalt steht bei jedem Job im Fokus und dennoch wird kaum darüber gesprochen. Lange ein absolutes Tabuthema, existiert immer mehr Aufklärung, welche Berufsgruppen was wieso verdienen. Aber echte Transparenz ist nach wie vor schwierig zu finden.

Immerhin – laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) werden jüngere Generationen offener, wenn es ums Gehalt geht.

Dennoch: Auch hier spricht man vor allem mit dem oder der Partner:in oder vertrauten Personen aus dem engsten Umfeld. Wieso? Weil dieses Thema von älteren Generationen systematisch tabuisiert wurde. „Über Geld spricht man nicht“. Doch es ist Zeit, damit aufzuräumen. 

3 Gründe, das Gehalt in Stellenanzeigen offenzulegen

Bewerber:innen wollen Klarheit!

Das Gehalt offenzulegen – zumindest eine Spanne dessen – gehört zu den am häufigsten geforderten Inhalten in Stellenanzeigen. Trotzdem fürchten sich immer noch viele Unternehmen davor.

Meist steckt dahinter die Angst, potenzielle Bewerber:innen mit zu niedrigen Gehaltsspannen abzuschrecken oder dass bestehende Mitarbeiter:innen in gleicher Position mehr Gehalt fordern könnten. 

1. Transparentes Arbeitgeberimage

  • Das Gehalt offen darzulegen, ist nicht nur ein Schritt auf die Bewerber:innen zu, sondern auch die eindeutige Positionierung als transparenter Arbeitgeber.

2. Zeitersparnis

  • Das gilt für alle Beteiligten! Denn so müssen weder Bewerber:innen noch eure HR-Mitarbeiter:innen aufwendige Gespräche führen, die am Ende ohnehin aufgrund des Gehalts ins Leere laufen. Ein Win-Win für beide Seiten.

3. Planbarkeit

  • Gehaltskosten sind oft die höchsten laufenden Kosten für Unternehmen. Durch die Angabe einer Gehaltsspanne lässt sich besser planen. Nimmt man den Höchstwert, lässt sich perfekt ein maximales Budget für Neueinstellungen errechnen, welches nicht überschritten wird.

4. Qualitativere Bewerbungen

  • An einer Gehaltsspanne können Bewerber:innen sich orientieren und die Erwartungen an die Stelle besser einordnen. Durch eine konkretere Einschätzung, ob sie über- oder unterqualifiziert sind, erhöht sich eure Chance, Bewerbungen zu erhalten, die wirklich passen.

Viele Arbeitgeber:innen befürchten, durch die Angabe des Gehalts an Attraktivität gegenüber gegebenenfalls größeren Konkurrenten zu verlieren. Doch auch wenn das Gehalt immer noch ein wichtiger Entscheidungsfaktor für Bewerber:innen sind, werden Hygienefaktoren wie Benefits immer wichtiger.

Mit einem guten Benefit-Portfolio könnt ihr euch ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt behaupten. Work-Life-Balance zählt für viele Bewerber:innen mehr als ein paar Euro. Also ergänzt euer Portfolio - das lässt sich auch ganz leicht umsetzen mit kostenlosen Benefits - und packt eure Benefits unbedingt in eure Stellenanzeigen, um euch Top-Talente zu sichern. 

3 Vorteile beim Offenlegen der Gehälter in Unternehmen

1. Gender Equal Pay

  • Es gibt ihn immer noch: den Gender Pay Gap. Ein Wert, der angibt, wie viel weniger Frauen im gleichen Job prozentual verdienen. Nach wie vor ein großes Problem. Mit einer Offenlegung der Gehälter innerhalb des Unternehmens kann genau dies vermieden werden. Jede:r Mitarbeiter:in kann auf diese Weise einsehen, was Kolleg:innen mit derselben Stellenbeschreibung verdienen und somit optimal für sich selbst einstehen.

2. Vertrauen durch Transparenz

  • Transparenz fördert das Vertrauen, dass niemand bevorzugt wird. Dadurch arbeiten Mitarbeiter:innen produktiver und motivierter, besonders im Team. Vertrauen gegenüber dem Arbeitgeber ist wichtig für eine langfristige Mitarbeiterbindung.

3. Feste Gehaltsbänder erleichtern Gehaltsgespräche

  • Individuelle Forderungen sind damit kein Thema mehr. Das spart euren Führungskräften viel Zeit für Gehaltsgespräche. Gespräche werden weniger emotional, da Entscheidungen zum Gehalt objektiv betrachtet und nachvollziehbar sind. 

Argument gegen die Offenlegung von Gehältern im Unternehmen

Viele Unternehmen argumentieren, dass es zu Neid und Missgunst innerhalb ihres Teams käme, würden sie die Gehälter offenlegen. Oftmals erhalten Mitarbeiter:innen, die schon länger im Unternehmen sind, weniger Gehalt als frisch eingestellte Kolleg:innen. Natürlich kann es dann zu Gehaltsforderungen kommen. 

Dieses Argument befürchten jedoch nur Unternehmen, in denen keine fairen Gehaltsbänder existieren. Oder in denen die Führungskräfte ganz genau wissen, dass männliche Mitarbeiter besser vergütet werden als weibliche Mitarbeiter:innen.

Klare Gehaltsbänder schaffen Struktur und Orientierung und lassen nachvollziehen, aus welchen Anforderungen und Kriterien sich Gehälter zusammensetzen. Damit könnt ihr Neid und Konflikte innerhalb des Teams vermeiden. Und sorgt gleichzeitig für mehr equal pay.

Fazit

Das Gehalt offenzulegen, fällt den meisten Unternehmen nach wie vor schwer. Sie fürchten, dass Unterschiede in der Bezahlung zu Neid und Unmut führen. Auf den ersten Blick verständlich, doch gleichzeitig ein wichtiges Zeichen (auch zur Bekämpfung des Gender Pay Gaps), eure Fairness zu überdenken und transparente Gehaltsbänder einzuführen. 

Darum sagen wir: Legt doch die Gehälter intern offen – zumindest auf Anfrage – und schafft so einen Raum von Transparenz und Vertrauen. Der Schritt mit der Offenlegung in Stellenanzeigen fühlt sich danach gar nicht mehr so groß an.

Ihr wollt euren Mitarbeiter:innen etwas Gutes tun, wisst aber nicht, wo ihr anfangen sollt? Mit Benefits.me erhaltet ihr die besten Benefits für eure Mitarbeiter:innen!